Straf in het graf
Al van kinds af aan horen we verhalen over de dood. Vaak blijven die over de straf in het graf het meeste hangen.
Men vertelt ons dat zodra de laatste persoon het kerkhof heeft verlaten, twee engelen het graf binnendalen. Hun namen: Munkar en Nakīr [Jami` at-Tirmidhi 1071].
Dan begint het verhoor:
Wie is jouw Heer?
Wat is jouw godsdienst?
Wie is jouw Profeet?
Als je antwoorden fout zijn, trekt het graf zich onmiddellijk samen, totdat de ribben in elkaar grijpen. Vervolgens volgen de straffen en die worden heel gedetailleerd verteld: er zouden slangen, schorpioenen of draken in het graf zijn (Sahīh Ibn Ḥibbān 3121).
Engelen zouden met ijzeren hamers slaan (Sahih al-Bukhari 1338). Dat er gekrijs is dat iedereen kan horen, behalve mensen en djinn. (Sahih al-Bukhari 6366). En deze straffen zouden eindeloos herhaald worden, tot aan de Dag der Opstanding, ongeacht hoeveel jaren er nog moesten verstrijken.
Wie de vragen echter correct beantwoordt, ervaart zijn graf als helder. Licht verdrijft de duisternis, welriekende geuren uit het Paradijs waaien binnen en de overledene rust in vrede, in afwachting van het laatste oordeel.
Dit alles wordt vaak met veel nadruk en detail verteld en voorgesteld als een onontkoombaar lot.
Toch blijven er vragen. Vragen die je je als kind al stelt, maar waar je zelden antwoord op krijgt:
Als het definitieve vonnis pas op de Dag der Opstanding wordt geveld, waarom zou er dan al vóór die dag, straf of beloning in het graf zijn?
Waarom zou het graf een soort tweede vooroordeel vormen, los van de Dag des Oordeels?
Waarom spreekt de Koran zo vaak over één Dag, terwijl deze overlevering een extra fase van straf en beloning toevoegt?
Meestal volstaat men met het antwoord: "Zo is het gewoon."
Maar de eigenlijke, allesbepalende vraag blijft meestal onuitgesproken:
Wat zegt de Koran zélf over de toestand van hen die gestorven zijn

Bevor wir uns anschauen, was der Koran über den Tod sagt, sollten wir eine wichtige Tatsache klarstellen: Der Koran ist vollständig, detailliert und lässt nichts Wesentliches aus.
Wie der Koran selbst sagt:
„Soll ich einen anderen zum Richter nehmen als Gott, wo Er euch doch das Buch ausführlich dargelegt, zu euch herabgesandt hat?“ (6:114)
Alles, was wir für Orientierung, Verständnis und Urteil brauchen, ist also schon enthalten. Gott betont das immer wieder:
„Wir haben im Buch nichts ausgelassen.“ (6:38)
Der Koran beschreibt sich auch als „Und Wir haben dir das Buch zur Erklärung aller Dinge herniedergesandt, und als Führung und Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die Gottergebenen.(16:89) und als ein Buch, dessen Verse „vollendet und dann im Detail erklärt“ sind (11:1).
Und dies ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes, das bestätigend, was vor ihm war,(6:92)
Der Koran braucht keine Ergänzungen oder Hadithe, um vollständig zu sein. Er ist klar, präzise und eigenständig. Wer ehrlich nach Antworten sucht, findet im Koran selbst alles, was er braucht.
Und jetzt, da wir das verstanden haben, können wir uns anschauen, was der Koran wirklich über eine Strafe im Grab sagt, oder eben nicht sagt.

Als wäre keine Zeit vergangen
Der Koran beschreibt den Tod als ein Zustand, der dem Schlaf ähnelt, ein bewusstloses Verweilen, bis zur Auferstehung am Tag des Gerichts.
Gott sagt:
„An dem Tag, da Er euch ruft, werdet ihr antworten mit Seinem Lob, und ihr werdet denken, dass ihr nur kurz verweilt habt.“ 17:52
Und weiter:
„Am Tag, wo die Stunde eintrifft, werden die Übeltäter schwören, dass sie nur eine Stunde verweilt hätten; so wurden sie getäuscht. Die aber, denen Wissen und Glaube gegeben wurde, werden sagen: ‚Ihr habt verweilt, gemäß dem Buch Gottes, bis zum Tag der Auferstehung. Und dies ist der Tag der Auferstehung – aber ihr wusstet es nicht.‘“ (30:55‑56)
Der entscheidende Ausdruck hier ist „aber ihr wusstet es nicht“. Der Koran macht deutlich: Menschen nehmen die Zeit im Grab nicht wahr. Sie erleben keine Belohnung, keine Strafe, keine Befragung im Grab.
Diese Botschaft zieht sich durch den Koran:
Und an dem Tag, da Er sie versammelt', wird sein, als ob sie nur eine Stunde vom Tag verweilt hätten, und sie erkennen einander wieder. Verloren sind dann diejenigen, die die Begegnung mit Allah für Lüge erklärten und nicht rechtgeleitet waren.10:45
Sei nun standhaft, wie diejenigen der Gesandten, die Entschlossenheit besaßen, standhaft waren; und wünsche nichts gegen sie zu beschleunigen. Am Tag, da sie sehen, was ihnen angedroht wird, glauben sie, nur eine Stunde eines Tages verweilt zu haben. Eine Botschaft. Wird denn jemand vernichtet außer dem Volk der Frevler? 46:35
„An dem Tag, da sie es sehen, wird es so sein, als hätten sie nur den letzten oder den frühen Teil eines Tages verweilt.“79:46
All diese Verse betonen: Die Toten sind sich der Zeit nicht bewusst.
Am deutlichsten wird es in Surah Ya-Sin:
„Und es wird in die Formen geblasen, und sogleich werden sie aus ihren Grabstätten zu ihrem Herrn eilen. Sie werden sagen: ›Wehe uns! Das ist es für uns! Wer hat uns aus unserer Schlafstätte auferweckt? Dies ist, was der Allerbarmende uns verheißen hat. Die Gesandten haben die Wahrheit gesagt.“ (36:51–52)
Auffällig ist die Reaktion der Auferstandenen: Sie fragen nicht „Wer hat uns vor Strafe gerettet?“ oder „Wer hat unser Leid beendet?“ Sie fragen: „Wer hat uns aus unserem Schlafort erhoben?“

Das Urteil gehört zum Tag der Auferstehung
Der Koran betont immer wieder: voller Verantwortung und Rechenschaft gehören zu einem einzigen, festgesetzten Tag - dem Tag der Auferstehung - nicht vorher.
Jede Seele wird den Tod kosten. Und erst am Tag der Auferstehung wird euch euer Lohn in vollem Maß zukommen. Wer dann dem Feuer entrückt und in den Garten eingelassen wird, der hat fürwahr einen Erfolg erzielt. Und das diesseitige Leben ist nur trügerischer Genuß.. 3:185
Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm. Er wird euch ganz gewiß zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt. Und wer ist wahrhaftiger als Allah in der Aussage? 4:87
An dem Tag wird jede Seele das, was sie an Gutem getan hat, bereit finden. Und von dem, was sie an Bösem getan hat, hätte sie gern, wenn zwischen ihr und ihm ein weiter Abstand wäre. Und Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Allah ist Gnädig zu den Menschen. 3:30
Heute wird jeder Seele das vergolten, was sie erworben hat. Heute gibt es kein Unrecht. Gewiß, Allah ist schnell im Abrechnen. 40:17
Das Urteil beginnt nicht im Grab. Es geschieht offen, endgültig und mit voller Bewusstheit, wenn Gott die Menschheit auferweckt und alle zusammenbringt. Erst dann stehen die Menschen wirklich vor ihrem Herrn, bewusst über sich selbst, ihre Taten und die Wahrheit, die sie zuvor geleugnet oder angenommen haben.
Zurück zum Koran
Viele Menschen glauben an eine Strafe im Grab. Aber nur weil etwas weit verbreitet ist, macht es es nicht automatisch wahr.
Wenn wir den Koran ernsthaft lesen und über seine Verse nachdenken, zeigt sich ein klares Bild:
- Das Grab ist kein Ort der Bestrafung oder Belohnung. Der Tod ist ein Zustand, in dem die Zeit kaum spürbar vergeht.
- Das Urteil fällt erst am von Gott festgelegten Tag.
Der Koran sagt nicht, dass wir das Grab fürchten oder Angst vor dem Tod haben sollen. Er ruft uns dazu auf, uns auf den Moment vorzubereiten, in dem wir vor Gott stehen, dann wird jede Tat, ob groß oder klein, offenbar.
Dieses Zusammentreffen passiert nach der Auferstehung, nicht während wir unter der Erde liegen..